Abgabehasis

 

 

 

Abgabehasis

Bitte beachten Sie unsere Abgabehinweise, Fütterungsempfehlungen, Geschlechterwahl und Kleine Rassekunde am Ende dieser Seite!

 

Aktualisiert am 22.02.2014

   

 

Wurf vom 10.01.2014

 

 

 

Cocktail

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Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

rot

Blaue Augen Träger

geboren 10.01.2014

Abgabe ab sofort

frei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wurf vom 01.02.2014

 

 

Epic

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Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

weiß rot gescheckt

Weißohr

Blaue Augen

geboren 01.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

fest reserviert

 

 

 

 

Easy

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Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

weiß

Augen pink

Blaue Augen Träger

geboren 01.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Enjoy

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Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

rot mit weißem Stirnfleck und weißer Schnippe

Blaue Augen

geboren 01.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Emotion

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Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

weiß rot gescheckt

Blaue Augen

geboren 01.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

 

Wurf vom 04.02.2014

 

 

 

Floppy

Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

rot

Blaue Augen Träger

geboren 01.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

fest reserviert

 

 

 

 

Fossy

Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

weiß

Blaue Augen

geboren 04.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Flips

Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

rot mit weißem Stirnfleck

Blaue Augen Träger

geboren 04.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Flecki

Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

weiß rot gescheckt

Blaue Augen Träger

geboren 04.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Flurry

Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

rot

Blaue Augen Träger

geboren 04.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Frisby

Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

weiß

Blaue Augen

geboren 04.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

Flipflop

Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

rot

Blaue Augen Träger

geboren 04.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte März

frei

 

 

 

 

 

Wurf vom 09.02.2014

 

 

Genius

Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

weiß rot gescheckt

Blaue Augen Träger

geboren 09.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte/Ende März

frei

 

 

 

 

Ganymed

Minilop/NHD Zwergwidder

männlich

rot schwarz japaner

Blaue Augen Träger

geboren 09.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte/Ende März

frei

 

 

 

 

Gaya

Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

weiß

Blaue Augen

geboren 09.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte/Ende März

frei

 

 

 

 

 

 

Galatea

Minilop/NHD Zwergwidder

weiblich

dreipunkt gescheckt

Blaue Augen Träger

geboren 09.02.2014

Abgabe ca. ab Mitte/Ende März

frei

 

 

 

 

 

Abgabehinweise

 

 

Unsere Tiere leben in Gruppenhaltung im Außengehege, sind dementsprechend robust und bestmöglich verträglich mit Artgenossen. Sie können jederzeit sowohl in Innen- als auch Außenhaltung vermittelt werden.

Unsere Kaninchen werden regelmäßig gegen Myxomatose und RHD geimpft sowie gegen Kokzidien gekurt.

Unsere Kaninchen werden abhängig von ihrem jeweiligen Entwicklungsstand im Alter von 6 - 8  Wochen abgegeben.

Zu diesem Zeitpunkt sind sie an Heu, Pellets und auch Frischfutter gewöhnt.

Ein Versand ist ab einem Alter von 8 Wochen möglich. Organisation und Risiko liegen beim Käufer.

Die Babys sind bei der Abgabe soweit erkennbar gesund.

Wir ziehen unsere Babys so sorgfältig wie möglich auf. Trotzdem kann ein Tier nach der Abgabe, z.B. durch Haltungs- oder Fütterungsfehler, erkranken.

Die Geschlechterbestimmung nehmen wir nach bestem Wissen vor, in seltenen Fällen sind jedoch Irrtümer möglich.
Wir können aus oben genannten Gründen für Gesundheitszustand und Geschlecht keine Garantien übernehmen.

Bei weiteren Fragen beraten wir sie gern.

Der Erlös aus dem Jungtierverkauf, kommt ausschliesslich unseren Tieren zugute. Wir finanzieren damit einen Teil unserer Futter-, Einstreu- und Tierarztkosten!

 

 

 

Fütterungsempfehlungen

 

 

Wenn unsere Jungtiere ausziehen, sind sie an Heu, Pellets und auch an Frischfutter gewöhnt.

Kaninchen müssen zu jeder Tages und Nachtzeit Heu und frisches Wasser zur Verfügung haben. Ihr Darm ist darauf ausgerichtet, dass durch die regelmäßige Futteraufnahme in kurzen Abständen in Verbindung mit ausreichend Bewegung die Peristaltik aufrecht erhalten wird. Deshalb nehmen sie über den ganzen Tag und auch die Nacht verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich. Man sollte also durch regelmäßige Kontrolle sicher stellen, dass beides immer in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Darüber hinaus hat es sich als sinnvoll erwiesen, sogenannte Pellets zusätzlich zu füttern. Dies gilt insbesondere für Tiere in Außenhaltung, die vor allem im Winter einen erhöhten Energiebedarf haben, um die strengen Außentemperaturen ohne Probleme zu überstehen. Tiere die ausschließlich in Innenhaltung leben und mit denen nicht gezüchtet wird, können auf ein Pelletfutter komplett verzichten und rein mit Heu und Frischfutter ernährt werden.

Die meisten Kaninchen in Innenhaltung, die mit herkömmlichen Körnerfuttermischungen gefüttert werden, sind zu dick und tragen das Risiko aller damit verbunden Erkrankungen. Außerdem gibt es aufgrund des oftmals vorherrschenden Bewegungsmangels und dem hohen Kohlenhydratanteil der üblichen Körnerfuttermischungen die Gefahr einer plötzlichen Darmlähmung, die fast immer tödlich endet.

Als Pellets empfehlen wir deshalb ausschließlich die Presslinge aus Grünfutter.

Frischfutter füttern wir immer nach dem Angebot der Saison: Möhren, Möhren und nochmals Möhren, Möhrengrün, Steckrüben, Sellerie, Fenchel, Äpfel, Kohlrabischalen und -blätter, Kartoffelschalen, Löwenzahn, Melonenschale, Gurke (nur im Sommer!), Salat (nur im Sommer!), regelmäßig Zweige von Bäumen, jegliches verwertbare Grünzeug, was unser Garten hergibt...

Unsere Babys können vom ersten Tag der Übernahme an, all diese Frischfuttersorten bekommen, da sie diese bereits hier gefressen haben.

 

 

Geschlechterwahl

 

 

Die richtige Wahl des Geschlechtes wird immer wieder nachgefragt und deshalb geben wir hier unsere Erfahrungen aus eigener Haltung und Zucht weiter.

 

Einzelhaltung Rammler

 

Ein einzeln gehaltender Rammler wird ziemlich einsam sein und das ist nicht wirklich erstrebenswert für das Tier.

Ein Rammler der nicht in der Zucht eingesetzt wird, sollte unbedingt kastriert werden, da die meisten Rammler sonst ihre Umgebung mit Urin bespritzen, um ihr Revier zu markieren. Mit erfolgter Kastration hört dieses Verhalten normalerweise auf. Ein kastrierter Rammler ist in der Regel ein ruhiger, ausgeglichener und sehr verschmuster kleiner Kerl, der einem viel Freude bereitet.

 

Einzelhaltung Häsin

 

Eine einzeln gehaltene Häsin wird ebenfalls ziemlich einsam sein und das ist auch für diese nicht wirklich erstrebenswert.

Viele zukünftige Halter wollen die Kosten der Kastration beim Rammler sparen und entscheiden sich deshalb für eine einzelne Häsin. Dies ist jedoch in der Regel keine gute Wahl. Die meisten Häsinnen unterliegen mit einsetzender Geschlechtsreife ihren Hormonen und das kann sie ziemlich zickig, teilweise sogar agressiv machen. Die Häsin ist je nach Hormonlage dann nicht ständig so begeistert vom kuscheln oder von Streicheleinheiten und ihre Besitzer sind darüber oftmals enttäuscht. Verstärkt wird ein solches Verhalten natürlich zusätzlich durch die Frustration der Einzelhaltung. Oftmals buddeln diese Häsinnen mangels Partner und vor Langeweile auch unentwegt, um ein Nest zu bauen, was natürlich zu einer entsprechenden Verschmutzung der unmittelbaren Käfigumgebung führen kann. Grundsätzlich gibt es auch die Möglichkeit eine Häsin zu kastrieren. Dies ist jedoch ein deutlich komplizierterer und somit teurerer Eingriff als beim Rammler und wird nur selten praktiziert.

 

Rammler x Rammler

 

Bei einer kaninchengerechten Haltung mit viel Platz und Bewegungsfreiheit sowie ausreichend Möglichkeiten sich mal aus dem Weg zu gehen meistens eine sehr harmonische Konstellation. Voraussetzung ist, dass beide Tiere am besten frühzeitig kastriert werden, idealerweise kommen beide aus demselben Wurf und kennen sich bereits von klein auf. Zwei Spätkastraten sind dagegen nicht empfehlenswert. Da beide Tiere wissen, dass sie Rammler sind, kann es passieren, dass sie erbittert um ihr Revier kämpfen.

 

Häsin x Häsin

 

Diese Kombination ist am wenigsten zu empfehlen. Beide Häsinnen werden in der Regel mit einsetzender Geschlechtsreife erbittert um ihre Rangordnung kämpfen. Diese Konstellation hält meist nur 1- 1 1/2 Jahre und dann müssen die Tiere zumeist endgültig getrennt werden. Erfolgversprechend ist diese Konstellation nur mit außergewöhnlich viel Platz und Bewegungsfreiheit, die normale Halter meistens nicht ermöglichen können und auch dann bleibt es ein großes Risiko, da der ausgleichende und für Ruhe in der Gruppe sorgende Rammler fehlt.

 

Häsin x Rammler

 

Diese Kombination ist die am besten geeignete. Bei einer kaninchengerechten Haltung mit viel Platz und Bewegungsfreiheit sowie ausreichend Möglichkeiten sich auch mal aus dem Weg zu gehen in der Regel eine sehr harmonische Konstellation. Der Rammler sollte allerdings erst mit einsetzender Geschlechtsreife kastriert werden, damit er weiß, dass er ein Rammler ist und sich entsprechend gegen die Häsin durchsetzen kann. Bei zu früh kastrierten Rammlern dominiert die Häsin den Rammler oftmals dermaßen, dass dieser in ständigem Stress lebt und dies eventuell mit entsprechenden gesundheitlichen Konsequenzen bezahlen muss. Dasselbe gilt auch bei zu wenig Platz und Bewegungsfreiheit, da auch hier die Häsin während ihrer Hitzigkeit den Rammler pausenlos bedrängen und dementprechend stressen würde.

 

Gruppenhaltung

 

Diese Konstellation ist nur bei außergewöhnlich viel Platz und Bewegungsfreiheit, die normale Halter meistens nicht ermöglichen können, sowie ausreichend Möglichkeiten sich auch mal aus dem Weg zu gehen möglich. Hier kommt es sehr stark auf den Charakter der einzelnen Tiere an und die Harmonie in der Gruppe. Der Rammler sollte unbedingt mit eintretender Geschlechtsreife kastrierten werden, da es sonst regelmäßig zu Nachwuchs kommt. Er darf aber nicht frühkastriert werden, da er unbedingt wissen muss, dass er ein Rammler ist, um mit seiner Präsenz für Ruhe unter den Häsinnen zu sorgen. Eine langfristige Prognose ist bei dieser Konstellation immer schwierig, da es jederzeit zu Verschiebungen in der Rangordnung der Gruppe und somit zu Unverträglichkeiten einzelner Tiere kommen kann. Eine Gruppenhaltung ohne Rammler nur mit Häsinnen ist in der Praxis aufgrund des benötigten Platzbedarfes nur in den seltensten Fällen möglich. Außerdem ist hier die Gefahr, dass die Gruppe durch Rangordnungsverschiebungen kippt enorm groß, so dass davon grundsätzlich abzuraten ist.

 

Zusammenfassung

 

Insgesamt bleibt anzumerken, dass die oben gemachten Angaben nur Empfehlungen sind. Grundsätzlich kann jede Konstellation problemlos funktionieren oder überhaupt nicht. Letztendlich ausschlaggebend dafür ob es funktioniert oder nicht sind immer die einzelnen Charaktere der Tiere und ob diese sich gegenseitig mögen oder nicht. Am erfolgversprechendsten ist die Kombination Häsin x Rammler oder Rammler x Rammler (beide frühkastriert). Garantien gibt es aber nicht, man muss es immer mit den jeweiligen Tieren ausprobieren. Am günstigsten sind selbstverständlich immer Wurfgeschwister zu verpaaren, da sie sich von klein auf kennen.

 

 

 

Kleine Rassekunde

 

 

Deutsche Zwergwidder - Normalgewicht 1400 bis 1900 Gramm

 

 

Der Deutsche Zwergwidder ist das in Deutschland anerkannte und gezüchtete Zwergkaninchen mit Schlappohren. Der Körper des Deutschen Zwergwidders soll gedrungen, walzenförmig und möglichst kurz sein mit schöner Rückenlinie. Dabei soll die Kruppe abgerundet sein und die Schultern möglichst breit. Die Tiere sollen einen kräftigen Nacken aber keinen sichtbaren Hals haben, der Kopf ist also nahtlos am Hals angesetzt. Gewünscht werden kurze mittelstarke Läufe, so dass der Zwergwidder insgesamt kräftig und markant wirkt. Der Kopf soll einen guten Widdertyp aufweisen, bei dem kräftige Backen, eine breite dicke Schnauze mit Ramsnase und eine breite Stirn vorhanden sind. Die Ohrenansätze sollen eine dicke Wulst/Krone vorweisen und die Ohren werden hufeisenförmig mit den Öffnungen nach innen getragen. Die Enden der Ohren sollen gut abgerundet sein und die Länge von Ohr zu Ohr zwischen 22 und 28 cm betragen. Häsinnen sind insgesamt etwas feiner vom Typ. Alle Tiere sollen frei von jeglichem Wammenansatz sein.

 

 

Holländische Zwergwidder - NHD (Nederlands Hangoor Dwerge) - Normalgewicht 1250 bis 1750 Gramm

Englische Zwergwidder - Minilop - Normalgewicht 1250 bis 1650 Gramm

 

Die Holländischen und Englischen Zwergwidder unterscheiden sich von den Deutschen Zwergwiddern hauptsächlich in ihrem Gewicht und der zugelassenen Behanglänge von Ohr zu Ohr von nur 21-26 cm. Sie wirken aufgrund ihres geringeren Gewichtes noch gedrungener als der Deutsche Zwergwidder.

 

Bei allen Zwergwiddern gibt es eine große Farbvielfalt, bei der wohl jeder etwas nach seinem Geschmack findet.

Vom Charakter her sind alle Zwergwidder bei richtiger Aufzucht kaum schreckhaft, kontaktfreudig, gemütlich, verschmust und sehen mit ihren Schlappöhrchen einfach allerliebst und knuffig aus.

 

 

Diese kleine Rassekunde dient selbstverständlich nur einer ersten Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder exakter Richtigkeit. Abweichungen sind je nach Verein möglich.

 

 

Hier noch einige Anmerkungen zum Thema Gewicht in eigener Sache:

 

Die oben genannten Gewichte sind die Werte, die der Zuchtstandard für Zuchttiere im Verein vorschreibt, damit die Nachkommen einer Rasse größenmäßig relativ gleichmäßig ausfallen sollen. Dies heißt jedoch nicht, dass jedes Tier, das in einem Wurf zur Welt kommt, innerhalb dieser Gewichtsangaben bleibt. In jedem Wurf können Tiere zur Welt kommen, welche die Gewichtsangaben geringfügig über- oder unterschreiten. Jeder Züchter, der Ihnen verspricht, dass Sie bei ihm garantiert ein Jungtier bekommen, dass gaaanz klein bleibt, hat Sie schlicht und ergreifend falsch informiert. Auch die Nachzuchten eines Minilop/NHD Zwergwidderkaninchenpaares liegen nicht immer im Standard, dies ist genetisch nicht möglich. Das Gen für den Zwergenwuchs ist spalterbig, dass heißt jedes Elterntier, egal wie groß es selbst ist, trägt sowohl das Gen eines normalen Zwergwidders, als auch das Gen für den Zwergenwuchs. Die Auswahl von möglichst kleinen Elterntieren ist also kein Garant für super kleinbleibende Jungtiere. Eine kleine Mutter kann aufgrund der Spalterbigkeit problemlos Jungtiere zur Welt bringen, die als erwachsene Tiere ihre Mutter deutlich an Größe und Gewicht übertreffen. In jedem Wurf fallen deshalb größere und kleinere Babys und auch die Prognose über deren Endgewicht ist schwierig. Größere Tiere eines Wurfes können auch im ausgewachsenen Zustand noch am größten sein, genauso gut können sie aber auch früher als die anderen aufhören zu wachsen und ihr Endgewicht etwas zeitiger erreichen. Kleinere Tiere eines Wurfes können auch erwachsen noch die Kleinsten sein, müssen dies aber nicht zwangsläufig. Oftmals wachsen sie einfach nur langsamer und dafür länger und sind im ausgewachsenen Zustand nicht wirklich leichter oder kleiner als ihre "größeren" Geschwister.

Zu allem Überfluss gibt es noch kleine Dicke, die trotz geringer Körpergröße ein beachtliches Gewicht auf die Waage bringen und somit auch nicht wirklich klein sind. Und dann gibt es noch große Schlanke, die zwar körperlich ziemlich "groß" wirken, aber auf der Waage echte Leichtgewichte sind. Nicht zuletzt kommt es natürlich auch noch darauf an, was gefüttert wird. Auch aus dem kleinsten Zwerg kann ich durch entsprechende Fehlernährung und Bewegungsmangel einen dicken großen "Zwerg" machen. Darüber hinaus gibt es bei Kaninchen in Außenhaltung auch enorme Gewichtsunterschiede zwischen Sommer und Winter, denn im Winter müssen sich die Tiere im wahrsten Sinne des Wortes einen dicken Winterspeck anfuttern, damit sie die stengen Außentemperaturen problemlos überstehen.

 

Nicht außer Acht zu lassen bei der Beurteilung von abgabefähigen Jungtieren sind darüber hinaus folgende Punkte:

1. Wurfstärke - um so mehr Jungtiere von einer Mutter in einem Wurf gesäugt werden, um so kleiner können diese gegenüber gleichaltrigen Tieren aus einem anderen Wurf mit geringerer Anzahl von Jungtieren sein

2. Milchleistung der Mutter - Mütter mit geringer Milchleistung haben auch bei geringer Anzahl von Jungtieren im Wurf meist sehr kleine Jungtiere, wohingegen Mütter mit großer Milchleistung auch einen Wurf mit hoher Anzahl von Jungtieren dick und propper großziehen

3. Fressverhalten der Jungtiere in der Gruppe - es gibt in jedem Wurf gute und schlechte Fresser, die dann dementsprechend größer oder kleiner sind als ihre Wurfgeschwister

Keiner der oben genannten Punkte lässt jedoch eine sichere Schlussfolgerung über die Endgröße der einzelnen Tiere zu. Auch für diese gilt es abzuwarten, wie sie sich entwickeln. Jeder Züchter musste schon oft genug Tiere wieder zum Verkauf frei geben, die er eigentlich für die Zucht behalten wollte und die als Jungtiere vielversprechend schienen, sich aber in der Entwicklung als zu klein oder zu groß für die Zucht herausstellten.

 

Für uns sind in erster Linie Gesundheit und Charakter der Tiere wichtig. Unsere Zuchttiere sollen ausreichend fressen können, fit und vital, gesund und langlebig sein, auch wenn sie dann vielleicht 200 Gramm mehr auf die Waage bringen und sie sollen in der Lage sein, ihre Babys gesund und fit auf die Welt zu bringen und groß ziehen zu können. Wir legen Wert auf ruhige und ausgeglichene Elterntiere, die alle zuvor genannten Eigenschaften auch an ihre Nachkommen weitervererben. Was nützt uns ein superkleines Tier, dass vielleicht hektisch und aggressiv im Käfig rumrennt und sich von niemandem anfassen lässt. Genauso wenig Freude haben wir an einem ewig kränkelnden Tier. Auch möchten wir keinen Super-Mini-Zwerg in der Zucht einsetzen, der alle gesundheitlichen Probleme der Verzwergung mit in die Zucht einbringt. Dazu gehören unter anderem extreme Zahnfehlstellungen und/oder Kieferverschiebung/-verkürzung (Brachygnathie), die lebenslang eine gestörte Futteraufnahme hervorrufen und somit regelmäßige Behandlungen beim Tierarzt nach sich ziehen. Eine weitere Auswirkung der extremen Zwergenzucht ist die Disposition zur krankhaften Organvergrößerung (Organhypertrophie), die nicht selten zu plötzlichem Organversagen führt, was leider den frühzeitigen Tod des betroffenen Tieres bedeutet. Den Zwergen sagt man auch oft nach, dass um so kleiner sie sind, um so hektischer, schreckhafter, nervöser und oftmals auch aggressiver sind sie (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Dies bedeutet Dauerstress für die betroffenen Tiere und ist mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung verbunden. Außerdem werden diese negativen Charaktereigenschaften an die Jungtiere weitervererbt, deshalb sollten Tiere mit solchen Veranlagungen konsequent aus der Zucht ausgeschlossen werden. Zuletzt ist bei der Zwergenzucht zu beachten, dass das Zwergengen einen Letalfaktor beinhaltet, dies bedeutet, dass Babys, die reinerbig für den Zwergenwuchs sind, in der Regel nicht lebensfähig sind und als sogenannte Kümmerlinge in den ersten Tagen nach dem Wurf versterben oder schon tot zur Welt kommen. Um so kleiner die Zuchttiere sind, um so größer ist hier natürlich das Risiko vermehrt Babys mit Letalfaktor zu erhalten. Aus diesem Grund wurde in einigen Zuchtverbänden inzwischen ein sogenanntes Mindestgewicht für Zuchttiere eingeführt, um diesen Trend zu bekämpfen. Und aus diesem Grund züchten wir erst gar nicht mit solchen Minizwergen, denn wir möchten nicht reihenweise tote Babys entsorgen müssen, nur um einige wenige Minizwerge großziehen zu können, deren langfristige charakterliche und gesundheitliche Entwicklungsprognose ungewiss ist. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass mit dem Einsatz von kleinsten Zuchthäsinnen mit der geringer werdenden Größe proportional auch das Risiko für Kaiserschnittentbindungen steigt, die nicht selten mit dem Tod von Mutter und/oder Babys enden.

 

Wir züchten Minilop / NHD Zwergkaninchen, die ein normales Endgewicht zwischen ca. 1200 und 1800 Gramm erreichen werden. Eine aufs Gramm genaue Garantie für das Endgewicht können wir natürlich nicht übernehmen, geringfügige Über- oder Unterschreitungen können wir nicht ausschließen, denn nicht zuletzt ist dieses ja neben der genetischen Veranlagung auch wesentlich von den Fütterungs- und Haltungsbedingungen abhängig.

In der praktischen Haltung der Tiere ist das Gewicht nach unserer Meinung sowieso total unwichtig, denn ein Minilop mit beispielsweise 1200 Gramm hat mindestens genauso viel Bewegungsbedarf wie ein Deutscher Zwergwidder mit beispielsweise 1800 Gramm. Und der Unterschied in der Fütterungsmenge ist so gering, dass er problemlos vernachlässigt werden kann.

 

Nach all dem oben genannten empfinden wir die Diskussion über Gewichte und Größen äußerst fragwürdig und es erscheint uns fast lächerlich, darüber ernsthaft zu diskutieren. Letztendlich sollte doch das Wichtigste sein, dass man ein nettes, fröhliches und hoffentlich gesundes Kaninchen hat, dass einem langjährig viel Freude bereitet.

 

 

 

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